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Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

 Mario Draghi nahm gestern erstmals zu einer Anfrage Stellung, wie ein Land aus der Eurozone austreten könnte! Damit hat er indirekt zugegeben, dass es einen Plan B zur Auflösung der Eurozone gibt:

„If a country were to leave the Eurosystem, its national central bank’s claims on or liabilities to the ECB would need to be settled in full.

Dies ist die Antwort auf eine Anfrage der italienischen Europaparlamentarier Marco Valli und Marco Zanni. Damit hat Draghi klargemacht, dass - sollte ein Land aus der Eurozone austreten - es seine Target2-Verbindlichkeiten restlos bezahlen muss!

  

Dies ist eine ganz wichtige Information, die maßgeblich die Märkte in Zukunft beeinflussen könnte! Denn nun ist klar, wie ein Zerfall der Eurozone ablaufen würde, ohne dass alles im Chaos versinkt. Entscheidet sich ein Land, den Euro zu verlassen, muss es seine EZB-Verbindlichkeiten bezahlen und könnte dann eine neue Währung einführen.

  

Was hat dies für Konsequenzen? Die großen Kapitalsammelstellen würden wohl ihr Geld in diejenigen Staatsanleihen schichten, deren Währungen womöglich aufwerten. Sprich: Die Spreads zwischen Deutschen und italienischen Anleihen (Renditen derzeit bei 0,4% für Deutsche und 2,0% für Italienische Statstitel mit 10 Jahren Laufzeit) würden wohl deutlich steigen. Derzeit werden diese nur von der EZB künstlich zusammengehalten.

  

Der BUND-Future, das Deutsche Rentenbarometer, legt heute zu und könnte nochmals zu alter Stärke auflaufen. Denn: Sollte nach einer der zahlreichen Wahlen in diesem Jahr doch ein Euroland den Exit beantragen, dann ist klar, dass dies eine Kettenreaktion auslösen dürfte.

  

Und wo will man als Sparer, Anleger und Investor dann sein Geld haben? Natürlich in dem Land, dessen Währung bei einem Zerfall der Eurozone am ehesten aufwertet: Deutschland! Dies könnte auch dem Deutschen Immobilienmarkt nochmals deutlich Rückenwind geben. Denn auch da könnten große Adressen aus dem Süden ihre (vermeintlich) „sichere Zuflucht“ sehen.

  

Bei den Rohstoffaktien auf unserer Liste fielen auf:

 

Die gute alte Globex (Kanada GMX) mit einem zweistelligen Plus, nachdem diese schon am Freitag über 13% zulegte. Hier ranken sich bekanntlich schon seit dem dritten Quartal 2016 Übernahmespekulationen (wir berichteten).

 

 

Golden Predator legt ebenfalls nochmals mächtig zu und erreichte ein neues Hoch, nachdem die Aktie bereits zwei Tage in Folge zweistellig nach oben schoss! Seit Ende Dezember hat sich unser Empfehlungslistenfavorit damit mehr als verdoppelt! Technisch ist die Aktie nun heiß gelaufen, eine Konsolidierung wäre wünschenswert. Aber wir bleiben natürlich dabei!

 

 

Northern Dynasty - die Trump-Aktie No. 1 - erneut +10% auf nunmehr 3,15 Euro! Damit +362% seit Aufnahme ins Golddepot am 07.November

 

 

Glückwunsch an alle, die auf den Trump-Train aufgesprungen sind! Ganz klar: Die Luft wird kurzfristig dünner und es droht auch hier mal ein technischer Rücksetzer. Aber das Kapital erkennt nun immer mehr, wohin der Hase mit Trump läuft und dass Rohstoffaktien mit den besten US-Projekten womöglich die Top-Gewinner unter Trump werden! Deshalb bleiben wir auf dem „Trump-Train“ sitzen!

 

 

Bei den Uranwerten wie Uranium Energy erwarten wir nun ein einige Tage Seitwärtskonsolidierung, bevor es mit neuem Schwung weitergeht.

 

 

Trump will schwachen US-Dollar,

aber Yellen fährt  ihm in die Parade!

Vorgeschmack auf einen Machtkampf mit Ansage!!!

 

Trump, der gestern als Präsident in Washington eingeführt wird, twitterte in dieser Woche, dass der US-Dollar zu stark sei. Klar, er braucht zur Umsetzung seines angekündigten „Job-Wunders“ eine schwächere Währung, um die Exportchancen zu erhöhen. Prompt gab der Greenback nach dem Tweet nach.  

Einen Tag später jedoch sprach FED-Chefin Yellen und meinte, dass die Zinsen wegen der Anziehenden Inflation sogar bis auf 3% in 2017 erhöht werden könnten. Bumm, drehte der USD wieder nach oben. Yellen fuhr Trump erstmals in die Parade!

Hier bahnt sich ein Machtkampf an, der die Märkte noch in Atem halten könnte.  Auf der einen Seite Trump, der den US-Dollar mit seiner Politik festigt, diesen aber schwächer sehen will. Auf der anderen Yellen, die sich nach ihrem Mandat unter anderem der Inflationsbekämpfung verpflichtet sieht und mit Zinserhöhungen den US-Dollar durch den Zinsvorteil gegenüber den Nullzinswährungen Euro und Yen noch attraktiver und fester macht.

Protektionismus bei steigenden Renditen und festem US-Dollar dürfte die US-Inflation anheizen, die nun bereits auf 2,1% gestiegen ist. Gleichzeitig stiegen die Renditen der 10-jährigen auf nunmehr wieder 2,45%, was sofort wieder den Goldpreis belastete.

Denn USD und Gold laufen noch immer mit einer hohen Korrelation beinahe im Gleichschritt.

Kurzum wurde damit offenbart, auf was sich die Märkte einstellen müssen: Alles, was Trump angekündigt hat, ist bullisch für den US-Dollar. Er möchte jedoch aus verständlichen Gründen (Exportchancen erhöhen und Importe unattraktiver machen) eine schwächere Währung.

Man muss kein Hellseher sein, um vorherzusagen, dass es - sollte dies nur ein erstes Vorgeplänkel gewesen sein -  schon bald zu einem Showdown zwischen dem Weißen Haus und der FED kommen wird!

Sollten die Inflationserwartungen steigen, wird die FED gemäß ihrem Auftrag die Zinsen weiter erhöhen wollen. Und Trump wird der FED den Schuh anziehen, wenn der USD zu hart ist.

Yellen kündigte vorgestern an, dass die Zinsen bis auf 3% dieses Jahr steigen könnten und hat die Renditen wieder nach oben gebracht, den USD gestärkt und Gold geschwächt (siehe kurze Pfeile ganz rechts in den drei Charts). Am gestrigen Donnerstag gab der USD dann aber wieder nach und Gold zog wieder an. Das Ganze erinnert an ein Tauziehen mit gleichen Kräften.

Entscheidend für den Goldpreis wird sein, dass weder USD noch US-Renditen zu schnell und zu steil steigen. Und dass vor allem der Realzins (Rendite minus Inflation) gering bleibt.

Bleibt Yellen ihrer Ankündigung treu, dann steigen die Zinsen schneller und zügiger als erwartet. Dies würde den USD weiter Auftrieb geben, da die Zinsdifferenz insbesondere zum Euro, der mit über 56% im USD-Index gewichtet ist, steigt.

Es sei denn es passiert das, was wir jüngst an dieser Stelle schrieben und die EZB richtet ihre Zinspolitik einmal an Deutschland aus und steigt aus dem Gelddrucken aus. Verabredungen zwischen den Notenbanken, um globale Ungleichgewichte zu verhindern sollen ja nicht unüblich sein.

Bleibt die EZB allerdings der ge­wohn­te Euro-Weichspüler, geraten Yellen und Trump schon in Kürze aneinander. Trump hatte im Wahlkampf getwittert, dass die FED die Zinsen künstlich unten halte, um Obama zu helfen. Nun kann man darauf warten, dass er sie kritisiert, sollte sie die Zinsen anheben!

Wir glauben nach den bisherigen Eindrücken von Trump nicht daran, dass er es lautlos hinnehmen wird, wenn die FED bei einer anziehenden Inflation mit ebenso stark anziehenden Zinsen das Wachstum, welches er für seine Ver­sprechungen benötigt, abkühlen will. Yellen würde dann 2018 schnell aus­getauscht werden. Da die FED aber eine unabhängige Institution sein sollte, wird es interessant sein zu sehen, wie dieser Zwist aufgelöst wird.

 Lässt sich die FED vor den Trump-Train schnallen, dann wird die Stunde von Gold schlagen!

 In einem könnten sich daher die Märkte in Sachen Trump den letzten Monaten ohnehin geirrt haben. Die Preis­ab­schläge von Gold und Silber waren übertrieben. Denn Trump wird die Inflation anheizen und gleichzeitig will er niedrige Zinsen und eine schwache Währung. Mehr bullische Argumente gibt es kaum für Rohstoffe und auch Gold! Dies dürften auch die nach der Wahl in ihrer Trump-Euphorie aus dem Gold ausgestiegenen Hedge Fonds bald erkennen. 

  Wie bereits geschrieben: Betrachtet man zudem die Hauptintention der Trump-Politik, nämlich viele Jobs in den USA zu schaffen, dann muss man geradezu in vorsichtiger Euphorie für US-Rohstoffprojekte und die entsprechenden Aktien sein. Nirgends lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schneller schlagen, wie bei der Inbetriebnahme neuer Bergbau– und Rohstoffprojekte in den USA.

 Erstens entstehen neue Arbeitsplätze - insbesondere in der Trump-Wählerschicht der Arbeiter in den „abgelegenen Regionen“ (denn dort befinden sich meist die Rohstofflagerstätten).

 Zweitens kann er den Importüberschuss der USA deutlich reduzieren, wenn die Rohwaren bereits im Land gefördert und verarbeitet werden. Als Investor in Rohstoffaktien gibt es also gute Gründe, Donald Trump als 45. US-Präsidenten ab heute alles Gute zu wünschen.

 

In diesem Sinne beste Grüße

Ihre Redaktion von

www.Gold-Musterdepot.de

  

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